Montag, 13. März 2017

[Rezension] Susan Florya – Nebel über den Reben (Einzelband)

Verlag: bookshouse
Erschienen: März 2017
Gerne: Romance
Seitenzahl: 635 Seiten (Taschenbuch, lt. Amazon)
Ausgabe: eBook
Preis: 3,99 €

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(Quelle Cover, Klappentext und Autoreninfo: bookshouse)

Klappentext:
Können unter der Sonne Kaliforniens Gefühle reifen wie ein edler Wein? Colin hat gerade alle Hände voll damit zu tun, seine Rebstöcke zu retten, als Lisha McTavish wieder in sein Leben tritt. Die kleine Kylie und das familieneigene Weingut halten ihn genug auf Trab, weitere Komplikationen sind unerwünscht. Sein Vater ist allerdings anderer Meinung und gibt der erfolgreichen Kellermeisterin einen Job an Colins Seite. Damit ist nicht nur Stress am Weinfass vorprogrammiert. Schon bald kürt Kylie ausgerechnet Lisha zum Ersatz für ihre Mama, aber in Colins Herzen ist kein Platz für eine neue Liebe. Kann Kylie ihren Daddy davon überzeugen, dass er sich auf der ganzen Linie in Lisha geirrt hat? Oder muss auch Kylie lernen, dass nicht alle Wünsche im Leben in Erfüllung gehen?

Über die Autorin:
Susan Florya wurde 1969 während einer Urlaubsreise in Istanbul/Türkei als Bäckerstochter geboren. Aufgewachsen ist sie in Dortmund und mitten im Rheinland. Nach dem Abitur folgte eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, heute verdient sie ihre Brötchen als kaufmännische Angestellte eines großen Unternehmens in Düsseldorf. Schon als Kind hat sie stets Geschichten erfunden und aufgeschrieben. Bis heute ist ein Leben ohne Bücher für sie undenkbar. Ihre zweite große Leidenschaft - das Reisen - wurde ihr praktisch mit der Geburt in die Wiege gelegt. Ihre beiden liebsten Hobbys verbindet sie nun, indem sie ihre gefühlvollen Geschichten in fernen Ländern ansiedelt und ihre Leser/-innen auf diese Art an einige der interessantesten Orte der Welt entführt.

Erste Sätze:
“Ich muss Pipi!”
“Schon wieder?”

Meine Meinung:
Die Handlung von „Nebel über den Reben“ spielt nicht nur im kalifornischen Weinbaugebiet, sondern widmet sich auch der Weinherstellung. Die deutsche Autorin Susan Florya schildert dabei äußerst detailreich den Herstellungsprozess. Spezialbegriffe werden im angehängten Glossar erläutert, hemmen jedoch zuweilen den Lesefluss. Insgesamt handelt es sich hier mehr um eine bewegende Familiengeschichte, bei der tragische Schicksale und ihre Folgen viel Raum einnehmen, eine Liebesgeschichte kommt dagegen erst sehr spät zum Tragen.

Nach vielen Jahren der Abwesenheit kehrt Lisha auf das Weingut in Kalifornien zurück, auf dem sie aufgewachsen ist. Dort trifft sie auch ihren alten Kinder- und Jugendfreund Colin wieder, der sich ihr gegenüber aber sehr unfreundlich verhält. Das ändert sich auch nicht, als Colins Vater Lisha auf dem Weingut einstellt. Und so fliegen regelmäßig zwischen ihnen die Fetzen. Aber nicht nur beruflich sind sie wie Hund und Katze, auch privat gibt es so einige Streitereien. Denn Colin hat vor einiger Zeit seine schwangere Frau verloren und muss nun alleine für seine Tochter Kylie sorgen, die an einer psychischen Störung leidet. Und dass Lisha und Kylie sich gut verstehen, ist ihm ein Dorn im Auge.

Der Protagonist Colin wirkte lange Zeit sehr unsympathisch auf mich. Er lässt seinen Zorn und seine Hilflosigkeit an seinen Mitarbeitern und vor allem an Lisha aus. Er ist ihr gegenüber sehr ungerecht und gibt ihr oft fiese Arbeiten zu erledigen. Natürlich ist es nicht einfach für ihn mit seiner Tochter und deren Krankheit, wie es aber wirklich in ihm aussieht, erfährt man erst recht spät. Lisha, die ihr eigenes Päckchen zu tragen hat, gefiel mir dagegen gut. Auch sie verhält sich nicht immer richtig, kann sich aber auch entschuldigen. Und auch wenn die Liebesgeschichte zwischen ihnen erst im letzten Drittel Fahrt aufnimmt, so habe ich doch mit den beiden Hitzköpfen mitgefiebert, während sie ihre tragischen Erlebnisse verarbeiten mussten.

Fazit:
„Nebel über den Reben“ widmet sich nicht nur intensiv dem Thema Weinherstellung, sondern ist auch eine bewegende Familiengeschichte mit hitzköpfigen Protagonisten, die erst noch ihre tragischen Erlebnisse verarbeiten mussten.

Bewertung:
4 von 5 Punkten

Vielen lieben Dank an den bookshouse Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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