Freitag, 31. März 2017

[Rezension] Julia Adrian – Erwachen (Die Dreizehnte Fee 01)

Verlag: Drachenmond Verlag
Erschienen: Dezember 2015
Gerne: Fantasy (Märchen-Adaption)
Seitenzahl: 206 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 12,00 €

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(Quelle Cover, Klappentext und Autoreninfo: Drachenmond Verlag)

Klappentext:
Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.
Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
„Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?“ frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.
Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Über die Autorin:
Meine Schreibbiografie beginnt wie die hunderter Autoren: Ich liebe Buchstaben seit ich denken kann. Schwarze Wörter auf weißem Papier, ein Hauch von Staub, das Knistern beim Umschlagen, eine verborgene Geschichte. Wie passt eine ganze Welt zwischen zwei Buchdeckel? Wie kann sie uns so sehr gefangen nehmen und fesseln, dass wir selbst nach dem kleinen Wort ENDE noch in ihr verweilen, des Nachts von ihr träumen?
Bücher – sie besitzen eine ganz eigene Art von Magie. Wir werden zu Helden, zu Weltrettern, zu Liebenden. Und wenn wir ein Buch zuschlagen, dann bleibt immer ein Stück von uns in seinem Herzen zurück. Solange, bis wir uns erneut auf die Reise begeben und uns an die Stellen erinnern, an denen wir schon einmal entlanggekommen sind. Bücher. Magie und Kunst. Lasst euch verzaubern!

Erste Sätze:
Ich komme zu spät. Ich weiß es.
Die Erde fliegt unter meinen Füßen dahin. Ich berühre sie kaum, achte nicht auf meinen Tritt. Vorwärts, ist alles, was ich denken kann. Vorwärts. Und meine Füße tragen mich schnell und doch nicht schnell genug.

Meine Meinung:
Mit „Erwachen“ hat die deutsche Autorin Julia Adrian den Auftakt ihrer Trilogie „Die Dreizehnte Fee“ verfasst, die eine Adaption des Märchens „Dornröschen“ ist. Hier wurde jedoch die 13. Fee von ihren Schwestern verraten und erwacht nun aus einem jahrhundertelangen Schlaf. Aber auch andere Märchen wie z.B. Schneewitchen finden Erwähnung. Der Schreibstil ist geprägt durch kurze Sätze und passt wunderbar zum märchenhaften Roman, der sich flüssig und leicht lesen lässt.

Lilith, die 13. Fee, wird durch einen Kuss aus ihrem jahrhundertelangen Dornröschen-Schlaf erweckt und trifft auf den Hexenjäger, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, alle Hexen, wie die Feen mittlerweile genannt werden, zu töten. Da Lilith von ihren Feen-Schwestern verraten wurde und über keine magischen Kräfte mehr verfügt, schließt sie sich mit Rachegedanken dem Hexenjäger an, obwohl sie weiß, dass sie ebenfalls auf seiner Todesliste steht. Nun muss sie nicht nur Jagd auf ihre eigenen Schwestern machen, sondern sich auch mit ihrer Hilflosigkeit und aufkeimenden Gefühlen gegenüber dem hasserfüllten Hexenjäger auseinander setzen.

Leider bin ich mit den Protagonisten nicht warm geworden. Vor allem der Hexenjäger wurde sehr kaltherzig dargestellt, während sich bei Lilith wenigstens im Laufe der Geschichte eine Wandlung vollzogen und sie ihr frühes Handeln in Frage gestellt hat. Interessant dagegen fand ich den Uhrmacher, der mehr zu wissen scheint, und die Feen-Schwestern, von denen man bereits einige kennenlernen durfte und die über unterschiedliche magische Kräfte verfügen. Da das Buch mit einem Cliffhanger endet, ist es nur gut, dass die anderen beiden Teile bereits veröffentlicht wurden.

Fazit:
Auch wenn in „Erwachen“, dem 1. Band der Dreizehnten-Fee-Trilogie, die Protagonisten nicht so überzeugen konnten, punktet die Dornröschen-Adaption mit einigen interessanten Nebencharakteren und einem wunderbaren märchenhaften Schreibstil.

Bewertung:
3,5 von 5 Punkten

Infos zur Serie:
1. Erwachen
2. Entzaubert
3. Entschlafen

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